Alpenaquarium Grüblsee, Vordernberg

Jetzt denken die geneigten Lesenden vermutlich: Alpenaquarium? Was hat das in einem Essensblog verloren? Sehr viel, kann ich euch nur sagen.

Das Alpenaquarium Grüblsee ist natürlich hauptsächlich bei Tauchenden bekannt, da man im Grüblsee wirkliches Erlebnistauchen mit sehr vielen neugierigen Forellen und weniger neugierigen Stören betreiben kann.

So nahe kommt man Fischen als Taucher*in selten.

Außerdem gibt es im See allerhand Überraschungen zu entdecken.

Aber der See ist nicht nur als Tauchstation interessant, sondern auch ein kulinarischer Hotspot.

Wenn man nur zum Essen hinkommt, sollte man sein Auto unten am Präbichlparkplatz parken und den kurzen Aufstieg zur Hütte zu Fuß wagen. Als Tauchende darf man um Öffnung des Schrankens bitten und mit dem Auto hinauffahren – mit dem ganzen notwendigen Equipment im Schlepptau wäre es anders auch kaum möglich.

Sieht man die Hütte, denkt man automatisch an typische Hüttenkost, aber weit gefehlt. Was hier aufgetischt wird, hat mit herkömmlicher Hüttenkost nur wenig bis gar nichts zu tun. Die Facebook-Seite zeigt sehr schön, was dort aufgefahren wird.

Nach einem tollen Tauchgang mit der obligatorischen Unterwasser-Fischfütterung, bei der man von meterlangen Forellen umzingelt wird, die gierig auf alles losgehen, was nach Futter ausschaut, haben wir uns am sehr sonnigen Tag auf die Terasse gesetzt und uns auch kulinarisch verwöhnen lassen. An diesem Wochenende gab es unter anderem Austern, Miesmuscheln in Trüffelrahm-Sauce, Jakobsmuscheln auf Salat, diverseste Wraps, Couscous und doch auch zwei Hüttenklassiker: Wurstsalat und Nudelsalat.

Mein Freund hat sich als Vorspeise für eine Asiasuppe entschieden.

Ich hab natürlich gekostet und sie war sehr gut. Voll mit frischem Gemüse und Pilzen. Unten wohnten dann noch Glasnudeln. Sehr g’schmackig und frisch – definitiv Daumen hoch!

Als Hauptspeise hatte er ein Chili con Carne.

Die Portion war groß und auch wirklich gut. Super abgeschmeckt – und sehr nahe am Chili, das mein Freund macht. Und das ist das beste sowieso – das können alle bestätigen, die schon einmal bei einer der grandiosen Chili-Parties war. Also auch hier definitiv Daumen hoch!

Ich habe mich für die Forelle entschieden. Zum Glück war sie nicht so groß wie die im See. Das wäre sonst eine Speise für mehrere Personen gewesen.

Am Foto schaut sie ein bisserl blass aus, war sie aber nicht. Außen war sie mit diversesten Kräutern bestreut und innen ganz klassisch mit frischen Kräutern, Knoblauch und ich glaube auch Zwiebel gefüllt. Sie war wirklich sehr gut. Ich persönlich mag die Haut gerne noch knuspriger, aber alles war auf jeden Fall sehr gut. Und die Schwanzflosse war sehr knusprig – die knabbere ich ja am Schluss immer besonders gerne ab. Die Erdäfel waren auch sehr gut, ebenfalls mit Kräutern gemacht und gut angebraten. Ein tolles kulinarisches Erlebnis.

Ein Freund von uns, der auch beim Tauchen mit war, hatte einen Lachswrap. Der war mit Salat, Gemüse, einer Sauce und Räucherlachs gefüllt – und wirklich groß. Auch ihm hat es sehr gut geschmeckt.

Das Alpenaquarium zieht übrigens Besucher*innen auch aus fernen Regionen an, so wie die beiden Herrschaften, die anscheinend ein Problem beim Finden eines geeigneten Parkplatzes für ihr Flugobjekt hatten:

Fazit: Das Alpenaquarium Grüblsee ist nicht nur für Taucher*innen einen Auslfug wert, sondern auch für Leute, die ein kulinarisches Highlight erleben wollen. Und das an einem Ort, an dem man es wirklich nicht erwarten würde. Selbstbedienung ist hier natürlich trotzdem Pflicht, so wie es sich auf einer Hütte gehört. Preislich ist alles mehr als in Ordnung. Ich kann jetzt ehrlich gesagt nicht genau sagen, wie viel das Essen gekostet hat. Aber ich hatte die Forelle, zwei Getränke und dann noch allerhand Tauchequipment ausgeborgt und habe insgesamt 54,50 Euro bezahlt. Das ist ein mehr als fairer Preis. Wir waren definitiv begeistert – vom Gesamterlebnis, aber auch von der Kulinarik. Außerdem ist es ein wirklich lohnenswertes Ausflugsziel. Nicht-Tauchende können trotzdem baden gehen und auch Hunde dürfen ins Wasser.

Meine völlig subjektive Bewertung: 8 von 10 Germknödel

 

 

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