Dim Sum, Graz

Wieder einmal war es Sonntag Abend. Wieder einmal war das Wochenende zu anstrengend fantastisch, um selbst etwas zu kochen. Oder anders gesagt: Wieder einmal waren wir zu faul, am Samstag einkaufen zu gehen, um am Sonntag selbst am Herd zu stehen. So griffen wir wieder auf den Segen des Lebens in einer Stadt zurück: Lieferservice 🙂

Es gelüstete uns nach asiatischer Küche und so bestellten wir beim Dim Sum, beheimatet am Dietrichsteinplatz in Graz. Soweit ich weiß, hat dieses vor einiger Zeit den Pächter gewechselt, was ehrlich gesagt sehr schade ist. Davor bot das Lokal relativ authentisches chinesisches Essen und hatte eine Speisekarte, die sich angenehm von anderen Chinalokalen abhob. Mittlerweile jedoch hat sich die Auswahl der Speisen leider wieder an andere Chinalokale angepasst. Nichtsdestotrotz schmeckt das ganze aber noch immer gut. Das Essen wurde recht rasch geliefert, war noch gut warm und war in den üblichen Plastikboxen verpackt.

Die kalten und warmen Sachen waren in getrennten Plastiksackerln verpackt. Sehr lobenswert, damit das Sushi nicht zu warm bekommt. Sollte normalerweise klar sein, ist es aber leider nicht immer – hier auf jeden Fall schon. Das Sushi an sich war gut. Es ist sicherlich nicht das beste Sushi, das in Graz erhältlich ist, aber sehr solide. Was mich immer besonders freut, ist das Tamago-Nigiri, was wirklich keine Selbstverständlichkeit bei einem normalen gemischten Sushi-Set ist. Eigentlich habe ich es lieber, wenn das Tamago klassisch auf dem Reis liegt, aber der Reis im Tamago ist eine nette Variante.

Kleines Sushi-Set

Großes Sushi-Set

Sehr nett sind bei Bestellungen im Dim Sum die gratis Hummer-Chips statt des sonst üblichen Pflaumenweins. Zumindest bei mir sind die immer ein beliebter Snack zwischen den Gängen – und bestens dazu geeignet, die Reste der Soja-Sauce aufzutunken.

Danach gab’s für mich Hühnerfleisch mit Bambus und Morcheln, wenn ich mich richtig erinnere. Im Schälchen sah das ganze so aus:

Besonders aufmerksame LeserInnen werden hier bemerken, dass der Reis gelb ist. Das liegt daran, dass der Reis ein Überbleibsel einer Bestellung des Vorabends bei einem Inder war. Oh Gott, ich gebe es zu: An diesem Wochenende waren wir wirklich enorm kochfaul. Ich schwöre, so sind wir normalerweise nicht.

Fazit: Das Essen vom Dim Sum unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen asiatischen Restaurants. Es ist übliches europäisiert-chinesisches Essen. Die Portionen sind reichlich, die Qualität ist gut. Die Lieferung erfolgte sehr schnell. Das Tamago, selbst im kleinen Sushi-Set, ist eine angenehme Überraschung.

Meine völlig subjektive Bewertung: 7 von 10 Stäbchen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.