Linsberg Asia Therme, Bad Erlach

Jetzt hab ich doch schon länger nichts mehr von mir hören lassen. Aber die Gründe dafür sind Ostern, bevorstehende Reisen und natürlich das Thermenwochenende in der Linsberg Asia Therme in Niederösterreich. Denn, ganz ehrlich: Wenn ich in der Therme bin, wird entspannt und nicht gebloggt.

Aber dafür gibt es jetzt wieder einmal einen Reisebericht. Die sind in letzter Zeit ja doch recht rar geworden.

Vor zwei Jahren hat mein Ritter Gutscheine für die Linsberg Asia Therme geschenkt bekommen und jetzt hatten wir endlich die Gelegenheit, diese einzulösen.

Von außen wirkt das Hotel recht unscheinbar, aber drinnen eröffnet sich ein “Asia-Wunderland”.

Asia ist das Motto und es erwartet einen ein bunter Mix aus thailändischen, japanischen und chinesischen Stilelementen.

Hinter dem Hotel gibt es einen wunderschönen japanischen Pavillon bzw. eigentlich ein ausgewachsenes japanisches Haus mit Kirschbäumen und einem schönen Garten rundherum – wirklich wunderschön gemacht.

Die Dame am Empfang war nett und erklärte uns kurz den Hausbrauch. Dann ging es auch schon rauf ins Zimmer.

Wenn man die Tür öffnet, schaut man gleich in einen Spiegel und sieht noch nicht wirklich ins Zimmer. Hier ein seitlicher Blick darauf:

Man kann links und rechts daran vorbeschreiten. Gleich hinter diesem Raumtrenner befinden sich die Dusche und das WC. Gegenüber ist das Waschbecken, auch an einem baugleichen Raumtrenner, an dem man links und rechts vorbeigehen kann.

An der Rückwand dieses Raumtrenners steht dann das Bett.

Das hatte ein ungewöhnliches “Klappding”, das das Bett zur Couch macht. Das kann man nach vor klappen und schon ist es ein normales Bett. Das Bett war super bequem.

Die Idee mit dem offenen Waschbecken – nur die Dusche und das WC sind durch eine Milchglastür räumlich getrennt – ist lustig. Aber ehrlich gesagt auch unpraktisch, denn wenn jemand früher aufsteht als der andere und dann Zähne putzt etc., ist es für den anderen fast ein Ding der Unmöglichkeit, weiterzuschlafen.

Hier ein Blick in die Dusche.

Die Regendusche ist natürlich super. Die Dusche ist auch wirklich groß. Versehen ist die Dusche mit einer Milchglastür, die allerdings so niedrig ist, dass man keinen Badevorleger direkt davor legen kann.

Daneben ist das WC.

Dessen Milchglastür ließ sich leider nicht sanft schließen – bei der Dusche war das möglich – sondern machte immer ein recht lautes “Klonk”, was den anderen auch unweigerlich aufweckt.

Aber das ist Jammern auf höchstem Niveau. Alles war wirklich sehr schön. Der Wasserdruck war super. Es gab super viele Haken, um Handtücher aufzuhängen und auch einen Handtuchheizkörper.

Hier ein Blick auf das restliche Zimmer.

Das Zimmer war wirklich groß. Wir hatten wirklich viel Platz.

Wir hatten auch eine Balkontür, aber keinen Balkon, sondern nur ein Geländer. Aber wir konnten gut lüften und hatten auch einen schönen Blick auf den Garten.

Links und rechts neben der Eingangstür waren noch wirklich große Wandschränke.

Kommen wir zur Therme: Der Weg zur Therme ist etwas verschlungen. Man muss im zweiten Stock eine gewisse Zimmernummer finden und gegenüber dieser Nummer führt ein Lift in die Therme. Besser ist es allerdings, wenn man über die Stiegen runter geht. Denn der Lift ist sehr tiefenentspannt und wirklich extrem langsam.

Der Hotelpool ist gut versteckt. Er war wirklich schön und hatte auch ein paar Sprudeldüsen. Im selben Raum sind auch bequeme Liegen. Es gibt gratis Tee, Wasser und Obst. Einen Stock tiefer gibt es die Hotel-Saunen, die auch schön waren, ebenfalls mehrere Liegeräume. Dann, durch ein Drehkreuz, geht es in die öffentliche Therme. Dort ist der Eintritt nur für Personen ab 16 Jahren gestattet. Das macht sie zwar ruhig, aber sie war trotzdem noch recht voll. Wir fühlten uns ehrlich gesagt etwas unwohl dort. Nach den beiden Covid-Jahren war es ungewohnt, so nahe an anderen Menschen dran zu sein. Der Rand der Becken war ständig besetzt und man konnte sich kaum gemütlich irgendwo hinstellen, um zu entspannen, ohne ständig jemand neben sich zu haben. Da sind wir definitiv anderes von Bad Blumau gewohnt. Dort verläuft sich alles durch die Art und Weise, wie die Becken angelegt sind.

Trotzdem war es fein, wieder im warmen Wasser zu sein. Ich liebe warmes Wasser. Die Liegeräume in der Therme sind in Ordnung, wobei die Liegen im Raum, in dem auch die Becken sind, teilweise recht finster gelegen sind und es kaum möglich war, dort nach der Dämmerung noch etwas zu lesen. Deswegen waren wir am nächsten Tag ausschließlich im Ruheraum des Hotels.

Der Saunabereich der öffentlichen Therme war auch recht offen. Man geht eigentlich mehr oder weniger nahtlos nach dem Eingang rein. Es gab sehr viele Saunen und Dampfräume. Aber es war alles sehr voll  und es gab auch wirklich seltsame Aufgüsse. In der Zen-Sauna gab es einen “Kreativaufguss”, bei dem Saunameister in Lederhosen aufgossen und dazu wurden Apres Ski-Hits gespielt. Naja, wem es gefällt.

Alles in allem war die Therme okay. Aber ich bin da einfach schon zu verwöhnt von Blumau und es fällt mir etwas schwer, mich in anderen Thermen wohlzufühlen.

Kommen wir noch zum Essen. Das war wirklich hervorragend. Zunächst einmal muss erwähnt werden, dass das Personal im Restaurant sehr freundlich und zuvorkommend war. Das Restaurant hat einen sehr asiatischen Flair. Wir mussten schon beim Einchecken bekanntgeben, wann wir essen möchten. Aber das war kein Problem.

Zuerst gab es ein großes Vorspeisenbuffet mit allem, was man sich wünschen konnte. Sushi – was uns sehr gefreut hat- thailändische Salate, Couscousvariationen, asiatische Suppen, aber auch klassisches wie Roastbeef, Lachs und auch eine Auswahl an veganen Speisen. Wirklich gut!

Da musste ich schon sehr aufpassen, dass ich nicht schon vor den Hauptspeisen satt werde. Die Hauptspeise wurde an den Tisch serviert. Man hatte jeden Tag die Auswahl aus 5 Gerichten und die von uns ausgewählten Gerichte waren jeden Tag exzellent. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nicht mehr weiß, was wir bestellt haben, aber hier sind die Fotos der Hauptspeisen:

Ich hatte einmal Huhn, das superzart und saftig war. Am zweiten Tag hatte ich Ente und war ebenfalls begeistert. Also alle Daumen hoch – und noch einen dritten, wenn ich einen hätte – für das Essen.

Das Nachspeisenbuffet bot vieles in kleinen Gläschen, aber auch Kuchen bzw. gab es meistens auch etwas Warmes, wie z. B. Scheiterhaufen.

Auch das Frühstücksbuffet spielte alle Stücke. Sekt, frisch gepresster Orangensaft, eine Variation von Schinken, Wurst, Käse aufgeschnitten und aus einem Käsewagen. Suppe für den Asia-Fan, guten Kaffee aus dem Vollautomaten, Honig aus der Wabe und natürlich Eier, Bacon, Würstchen etc. Auch süße Dinge wie Croissants und anderes Plundergebäck waren da. Die einzige kleine Enttäuschung war das Brot. Da hätte ich mir eine größere Auswahl gewünscht bzw. gab es zum Beispiel am Abend nur die typischen Aufbackweckerl. Auch da habe ich Blumau vermisst, dass sensationelles Gebäck aus der eigenen Backstube hat. Aber auch das ist Jammern auf hohem Niveau. Zum Frühstück gab es Semmeln und dunkle Weckerl und auch Brot – aber soweit ich gesehen habe, nur eine Sorte.

Erwähnt sei auch noch die gemütliche Hotelbar mit wirklich sehr freundlichen Barkeepern. Die Hotelbar ist definitiv gemütlicher als die in Blumau – und sie hat auch länger offen 😉 Der Cocktail war definitiv sehr gut.

Fazit: Das Hotel Asia Linsberg Therme ist wirklich schön. Die Zimmer sind stylisch, sauber und bequem. Da wir kurz vor Ostern dort war, fanden wir an Tag 2 eine süße Überraschung:

Das gesamte Personal ist wirklich sehr freundlich. Das Essen war super. Es gibt keinerlei negativen Punkte. Die Therme selbst ist nicht so mein Fall. Zu viele Leute, zu wenig Abstand, zu wenig Sprudelmöglichkeiten. Aber der hoteleigene Pool und die Saunen waren fein.

Meine völlig subjektive Bewertung: Das Hotel bekommt 9 von 10 Lotusblüten, die Therme nur 7 von 10 Apres Ski-Aufgüssen.

 

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