Kochkurs im Easy Asia, Graz

Freunde von uns haben gefragt, ob wir bei einem Kochkurs im Easy Asia mitmachen wollen. Nach einigem Überlegen haben wir zugesagt. Ich wollte ja schon öfters ins Easy Asia essen gehen, weil es in diversen Foren und Gruppen gelobt wird, hatte mich aber noch nie dazu durchgerungen. Diesmal war es soweit.

Zuerst war ich überrascht, dass das Lokal so groß ist. Ich hatte eher mit etwas Kleinem, Imbiss-Artigem gerechnet. Das Easy Asia besteht zur Hälfte aus einem asiatischen Supermarkt und zur Hälfte aus dem Restaurant. Das Lokal ist modern eingerichtet und bietet reichlich Platz. Im vorderen Teil des Restaurants findet sich die Showküche, in der der Kochkurs stattfand.

Aufgrund eines Missverständnisses sind wir leider eine Stunde zu spät dort erschienen. Dadurch war am Anfang alles hektisch und chaotisch. Da wir den ersten Gang versäumt hatten, wurde für uns noch einmal eine Tom Yang Gun-Suppe zubereitet, allerdings ohne Erklärung, was wie gesagt aufgrund unserer Verspätung völlig in Ordnung war.

Wie man am Foto erahnen kann, ist das Lokal schön hell, da es überall Glasfronten hat. Man sitzt dadurch natürlich auch irgendwie in der Auslage. Mich stört das allerdings nicht. Ich sehe ja auch gerne, was draußen so passiert. Die Suppe war auf jeden Fall sehr gut und angenehm würzig.

Als nächster Gang war dann das Gaeng Khiaw Wan dran, ein grünes Curry. Mittlerweile hatten wir auch kapiert, wie das ganze abläuft. Die ganze Kochkursgruppe wurde in kleinere Einzelgruppen geteilt. Insgesamt wurden von jeder Gruppe 5 Gerichte gekocht, die wir dann natürlich verspeisen konnten. Die 5 Köche konnten sich an die Barhocker direkt an der Showküche setzen, um die Anleitungen besser sehen zu können. Zuerst wurden jeweils die Zutaten genau erklärt. Warenkunde würde man das in der Berufsschule nennen, nehme ich an.

Und dann hat die Köchin sich den ersten “Eleven” geschnappt und mit ihr bzw. ihm das Gericht durchgekocht. Dann folgte die nächste Gruppe und so weiter. Die Erläuterungen waren super und sie machte das wirklich gut.

Hier wird gerade das grüne Curry zubereitet. So sah es dann fertig aus:

Angenehm würzig, sehr gut. Jetzt weiß ich auch, wie dieses Gemüse heißt, das man links unten in der Schüssel sieht – Thai-Auberginen. Nur für den Fall, dass Sie sich das auch schon einmal gefragt haben.

Und dann kam auch schon der nächste Gang, diesmal von mir zubereitet.

Ich kochte ein mir völlig unbekanntes Gericht namens Pad Krapau.

Im Prinzip ist es faschiertes Rind mit verschiedenem Gemüse und Chili, im Wok angebraten. Bei der Portionierung der Chilis war ich eher großzügig, was die Köchin mit “Sehr gut!” kommentierte. Rückblickend hätte ich noch mehr nehmen können. Es war würzig, hätte meiner Meinung aber noch ein bisschen mehr Schärfe vertragen können. Mir hat es auf jeden Fall geschmeckt. Nach diesem dritten Gang bekam ich dann schon die leichte Ahnung, dass ich an diesem Abend doch recht satt werden würde. Die Portionen auf den Fotos waren jeweils für 4 Personen – genug, dass jede/r der Gruppe sich ein bisschen was nehmen kann. Aber nach 5 Gängen ist man dann wirklich satt.

Als nächster Gang kam dann der Klassiker, das Pad Thai. Ich war ja schon gespannt, wie es wirklich gemacht wird. Ich hatte mich vor einigen Wochen ja einmal daran versucht und es ist mir eigentlich ganz gut gelungen. Aber mir war klar, dass es in Thailand definitiv anders gemacht wird. Und so war es auch. Denn das Geheimnis für uns Laien ist das Pad Thai-Gewürzpulver 😉 Die Thais mischen sich das Pad Thai-Gewürz aus mehreren Saucen selbst zusammen. Das rentiert sich aber anscheinend nur, wenn man große Mengen kocht, weil das ganze nicht so lange hält.

Und man darf das Ei nicht sofort verquirlen, sondern zuerst ein bisschen stocken lassen. Gut war es auf jeden Fall!

Zu guter letzt kam dann noch ein Reisgericht. Ich liebe ja Reispfannen aller Art, aber mein Freund war eher skeptisch. Das Gericht heißt Khao Pad Pak. Im Prinzip ist es nichts anderes als gebratener Reis mit Gemüse und Ei. Allerdings hat das ganze einen überraschend süßen Geschmack, was es hervorragend macht. Und da war dann sogar mein Freund begeistert.

Ja, das Foto ist leider ziemlich verschwommen. Aber da war ich wirklich schon zu gierig aufs Probieren.

Fazit: Der Kochkurs hat wirklich Spaß gemacht und wir haben viel gelernt. Da alle Gerichte dieses Abends wirklich schnell zubereitet werden können, werden wir das eine oder andere Gericht sicher wieder kochen. Zuerst war ich etwas skeptisch, ob der Kurs die 70,- Euro wohl wert ist. Das kann ich ehrlich gesagt jetzt noch immer nicht sagen, aber es war auf jeden Fall ein schöner Abend, wir haben etwas gelernt und hatten gutes Essen 🙂 Die Köchin ist eine ganz Nette. Am Anfang war sie noch etwas reserviert, taute dann aber zunehmend auf. Unvergessen die Szene, als einer der Kochschüler doch recht forsch war, das Rezept ungefragt abwandelte (keine Fischsauce!!!) und sie einfach ungefragt duzte. Sie forderte ihn auf, zu probieren. Er meinte über seine Kochkünste: “Ausgezeichnet! Willst du auch probieren?” und ihre Antwort darauf war: “Nicht, wenn Sie gekocht haben.” Legendär und applauswürdig 🙂

Meine völlig subjektive Bewertung gibt es heute ausnahmsweise nicht, da es sich eher um eine Eventbesprechung als eine Restaurantkritik handelt. Aber ich werde dort einmal nur als Gast hingehen. Dann liefere ich die Bewertung nach – versprochen!

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