Kreuzwirt, Graz

Die Leider-Nicht-WM-Biere von Sonntag sind mittlerweile verdaut, und so kann ich den sonntäglichen Blogeintrag heute nachliefern.

Ende Juni war ich anlässlich der Sommerfeier des Shindokan, wo mein Freund und ich schon seit Jahren Kampfkünste üben, beim Kreuzwirt in Eggenberg zu Gast. Der Termin musste sehr kurzfristig verschoben werden und wir waren froh, mit einer doch größeren Runde so kurzfristig irgendwo Aufnahme zu finden.

Die Anreise zum Kreuzwirt ist tadellos mit den Öffis möglich, da gleich daneben eine Straßenbahnhaltestelle liegt. Das sei erwähnt, weil sich sonst so mancher denkt: “Puh, das ist aber schon weit draußen…”. Das ist in diesem Fall wirklich kein Problem. Das Lokal hat einen wunderschönen großen Gastgarten, in dem man unter alten Bäumen sitzen und die Seele baumeln lassen kann. An dem Abend war das Wetter allerdings eher so la la, also saßen wir drinnen. Das Lokal ist sehr groß. Im Schankraum kann man rauchen, danach folgt eine sehr große Gaststube. Und dahinter gibt es noch einmal einen Saal, wenn ich das richtig gesehen habe. Platz ist also genug vorhanden.

Der für unsere Runde zuständige Kellner war sehr aufmerksam und hatte alles im Griff, auch wenn im Saal gleichzeitig noch eine große Familienfeier stattfand. Es könnte sich dabei durchausum den Chef gehandelt haben – ich bin mir da ehrlich gesagt nicht so sicher. Auf jeden Fall klappte alles bestens.

Das Essen war sehr gut. Mein Freund bestellte sich als ersten Gang eine Leberknödelsuppe.

Die sah gut aus und war es auch.

Danach hatte er den Grillteller.

Der bot alles, was man sich so wünscht – auch das angebratene Frankfurter hat nicht gefehlt. Das muss meiner Meinung nach auf einem klassischen Grillteller einfach dabei sein. Leider war das Fleisch aber ein bisschen trocken.

Ich habe mich für ein anderes klassisches Gericht der Wirtshausküche entschieden, das man mittlerweile zum Glück wieder öfters auf den Karten österreichischer Lokale findet: das Pariser Schnitzel. Als Beilage wählte ich den klassischen Erbsenreis und einen gemischten Salat.

Der Salat war ursprünglich größer. Den hatte ich nur schon halb aufgegessen, während die anderen bei der Suppe waren. Ich bekam 3 Stück Schnitzel, die alle wirklich gut waren. Sie hatten eine angenehme Dicke – kein Vergleich zu den Panierstücken mit Anflug von Fleisch, die man sonst öfters bekommt. Die Panier war auch schön knusprig. Der Erbsenreis war wie er sein sollte, nicht zu trocken, aber auch nicht verkocht. Definitiv ein Daumen hoch!

Erwähnen muss ich auch die Sperrstunde. Wir bleiben in dieser Runde ja doch öfters einmal länger sitzen, also wirklich länger. Es gibt Sommerfeiern, wo wir das Lokal erst um 5 Uhr früh verlassen haben. Herrje, es gibt sogar manche normale Nach-dem-Training-Essen, wo wir erst in den frühen Morgenstunden nach Hause gekommen sind. Deswegen ist uns gerade bei Sommerfeiern wichtig, dass wir lange bleiben dürfen. Von Sperrstunde war vom Wirt aus an diesem Abend gar nie die Rede. Wir haben einmal vorsichtig gefragt, ob wir schon gehen müssen. Und die Antwort war: “Hab ich was gesagt?” 🙂 Wir blieben an diesem Abend zwar trotzdem nicht bis in die frühen Morgenstunden, aber es ist schön zu wissen, dass wir das anscheinend tun hätten können und dass der Wirt keinen Stress damit hat – und wir dadurch auch nicht.

Fazit: Mir hat das Essen sehr gut geschmeckt. Wir bekamen auch ein Schnapserl aufs Haus, was immer positiv anzumerken ist. Der Abend war nicht stressig, es hat alles super funktioniert und wir wurden bestens betreut. Außerdem habe ich ein Herz für wirklich traditionelle Gasthäuser. Mich wird der Kreuzwirt sicher wieder als Gast sehen.

Meine völlig subjektive Bewertung: 8 von 10 Kreuzen.

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