St. Martins Therme und Lodge, Frauenkirchen

Anfang Mai waren wir in der St. Martins Therme und Lodge im Burgenland. Ich wollte ja eigentlich nicht hin, weil ich den Seewinkel landschaftlich nicht wirklich ansprechend finde. Im Frühling präsentiert er sich aber ganz schön, weil noch alles grün ist. Aber für die Gegend kann die Therme ja nix, deswegen frisch hinein in mein Review.

Von außen präsentiert sich die Therme wenig spektakulär. Sie fügt sich gut in die Gegend ein und ist eher unauffällig. Innen ist sie aber wirklich sehr gediegen. Hier die Rezeption von oben:

Wie man erahnen kann, ist das Gebäude sehr offen und großzügig. Alles ist eher in braun gehalten und versprüht tatsächlich einen Safariflair. Hinter der Rezeption ist gleich die Hotelbar, die mit Moskitonetzen und ihren Möbeln einen Hauch von Afrika versprüht. Die Dame an der Rezeption war sehr nett und hat uns alles kompetent erklärt. Das Gebäude und die Therme sind sehr weitläufig, da war die Erklärung schon notwendig.

Das Zimmer war sehr schön und geräumig.

Das Bett war der Hammer. Das hätte ich mir am liebsten zum Mitnehmen einpacken lassen. Es war riesengroß und wirklich sehr bequem.

Es gab einen kleinen Schreibtisch und eine Minibar. Der Fernseher hing gegenüber vom Bett. Die Wand war mit Polsterungen versehen, was den Schall im Raum schön geschluckt hat. Außerdem war es nett anzusehen, und wenn man nach einem langen Tag erledigt ins Zimmer kam, konnte man sich noch bequem beim Schuhe ausziehen anlehnen.

 

Vom Zimmer aus konnte man direkt durch ein Fenster ins Badezimmer sehen. Eine nette Idee – man konnte das Fenster aber auch mit Balken zumachen, was ja praktisch ist, wenn es sich um keinen Pärchenurlaub handelt.

Wir hatten dann noch einen großen Balkon dabei, den ich ganz vergessen habe zu fotografieren. Aber auf diesem Foto sieht man ihn im Hintergrund:

Wir hatten keinen Seeblick. Meiner Meinung nach lohnt sich der Mehrpreis für das normale Zimmer mit Seeblick nicht, da man auf die öffentliche Therme und den Badesee schaut – und von dort kann man auch super auf die Balkone der Zimmer schauen. Da ist man auf der anderen Seite definitiv unbeobachteter.

Auch das Badezimmer hat mir sehr gut gefallen.

Das war die Badewanne mit Dusche. Die war okay. Der Wasserdruck war super und die Shampoos und Seifen haben auch wirklich gut gerochen. Auch die Waschbeckennische war sehr schön gestaltet:

Es gab sehr viele Abstellflächen. Und vom Badezimmer ging es dann auch zum WC.

Das war auch sehr schön. Alles in allem Daumen hoch für das Zimmer!

Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten, ging es ans Wellnessen. Die Sauna kann ich nicht beurteilen. Da war ich diesmal nicht. Es gibt auf jeden Fall zwei Wellnessbereiche nur für Hotelgäste. Das See-Spa ist erst ab einem Alter von 14 Jahren zugänglich. Dort gibt es einen sehr schönen Innenpool mit allerhand Sprudel. Es gäbe dort auch einen Badesee nur für Hotelgäste. Es war im Mai aber noch zu kalt, diesen zu benutzen. Aber auch die öffentliche Therme, die im selben Komplex ist, hat einen Badesee. Der ist von der Sauna aus zugänglich, und da waren doch einige zum Abkühlen schwimmen.

Eine sehr schöne Anlage. Ich dachte ja immer, dass die St. Martins Therme direkt am Neusiedlersee liegt und dass der See, von dem auf der Website die Rede ist, der Neusiedlersee ist. Aber da lag ich falsch. Es sind Teiche, die für die Therme angelegt wurden. Sie sind mit normalem Wasser gefüllt, kein Thermalwasser.

Es gibt dann aber auch noch ein für alle Altersstufen zugängliches Lodge-Spa exklusiv für Hotelgäste. Dort gab es auch einen Innen- und Außenpool mit Thermalwasser. Der war recht nett. Und auch dort gibt es im 1. Stock eine Sauna – aber wie gesagt: Da war ich nicht.

Natürlich kann man auch in die öffentliche Therme gehen. Dort gibt es einen großen Innen- und Außenpool, der draußen groß und schön ist ist. Das Wasser war mir persönlich leider eine Spur zu kalt. Es war schon in Ordnung, aber wirklich lange konnte ich nicht drinnen bleiben. Ich fröstelte dann doch nach einiger Zeit. Der ständige Wind trägt auch nicht so richtig zum Wohlfühlen bei. Trotzdem war es okay. Dann gibt es noch einen Solepool, der wärmer ist. Der war sehr fein. Für Rutschenfans gibt es auch eine Wasserrutsche.

Nach dem Wellnessen will man dann natürlich etwas essen. Und das Essen in der Lodge ist wirklich ein Wahnsinn – sowohl was die Qualität betrifft als auch die Menge. Hier zum Beispiel die Auswahl eines Abends:

Ich hoffe, das ist eingermaßen lesbar. Es gab auf jeden Fall viele Gänge, die serviert wurden. Die wären schon ausreichend gewesen. Aber gleichzeitig gab es auch noch ein riesengroßes kaltes Buffet mit allem, was man sich so vorstellen kann. Es gab eine gute Brotauswahl, Salate, kalte Platten, Aufstriche, Räucherfische, Desserts und, und, und… Und während man auf die servierten Gänge wartet, bedient man sich an eben diesem Buffet. Ich hab das so noch nie gesehen und war völlig geplättet. Mir persönlich war das fast schon zu viel an Auswahl, auch wenn das jetzt komisch klingt. Hier ein paar Speisen, die serviert wurden. Mehr gibt’s auf meinem Instagram-Account, so Anfang Mai.

Am ersten Tag hatte ich die Menge überhaupt nicht im Griff und war nach dem Essen fix und fertig. Am nächsten Tag habe ich das Buffet dann links liegen gelassen. Dann passt das mengenmäßig für mich besser. Verhungern muss in der St. Martins Lodge wirklich niemand, und alle Speisen waren wirklich sehr gut.

Das Frühstücksbuffet war ebenfalls riesig und es gab alles, was man sich nur wünschen kann.

Auch das Servicepersonal war sehr nett. Am ersten Tag hat’s allerdings nicht so funktioniert, da mussten wir schon recht lange auf alles warten. Aber wir waren auch eine größere Gruppe an Personen, und darauf waren sie nicht vorbereitet. Am zweiten Tag funktionierte alles problemlos.

Die St. Martins Lodge bietet auch allerhand Safaris an. Wir machten am zweiten Tag eine Vogelsafari. Zusammen mit unserem Guide Manuel Böck, der seine Sache wirklich ausgezeichnet gemacht hat, ging es in einem kleinen Bus ab in den Seewinkel. Wir bekamen alle einen Feldstecher ausgehändigt, und er hatte noch ein größeres Fernglas mit Stativ dabei. Wir haben wirklich sehr viel gesehen, im Frühling naturgemäß auch viele Jungtiere.

Es war wirklich sehr interessant. Das Wetter hat auch gepasst, auch wenn es schon sehr windig war. Ich war wirklich überrascht, wie schön die Gegend im Frühling ist. Im Sommer präsentiert sie sich ja dann eher braun in braun.

Im Frühling ist es aber wirklich sehr schön, alles blüht.

Am nächsten Tag bekamen wir dann noch einen sehr schön gemachten Vogelpass ausgehändigt, in dem genau festgehalten wurde, welche Vögel wir gesehen haben. Es waren tatsächlich 25 verschiedene Arten. Das war sehr beeindruckend. Ich hätte mir nicht gedacht, dass Birdwatching so interessant sein kann. Ein Dank noch einmal an Manuel Böck für die wirklich interessante Safari.

Direkt bei der Lodge gibt es auch noch einen Stall, in dem es Ziegen, Hasen und Hühner gibt. Und Albino-Esel, für die mein Herz schlägt:

Sehr entzückende Zeitgenossen, die tagsüber auf einer Weide sind und am Abend dann wieder zum Stall zurückgebracht werden, wo man sie dann streicheln darf – wenn die Esel das möchten.

Abends gibt es in der Lobby Barmusik. Für die Raucher gibt es eine gesonderte Bar, in der man rauchen darf.

Ich glaube, jetzt habe ich alles erwähnt. Nein, eines habe ich noch vergessen. Beim Auschecken bekommt man einen Laib Schwarzbrot mit, was ich sehr nett fand – und praktisch. So hat man gleich was zum Essen, wenn man nach Hause kommt.

Fazit: Die St. Martins Therme und Lodge hat mich positiv überrascht. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Das Bett war das bequemste, in dem ich jemals geschlafen habe. Das Essen war sehr gut und wirklich reichlich. Das Thermalwasser war mir leider eine Spur zu kalt. Im Frühling/Sommer geht’s noch, aber im Winter wäre es mir definitiv zu kalt.

Meine völlig subjektive Bewertung: 8 von 10 Bluthänflingen.

Ich würde mehr geben, wenn das Wasser wärmer wäre.

PS: Der Bluthänfling ist übrigens eine der Vogelarten, die wir gesehen haben. Wunderschön!

 

 

 

 

 

 

 

 

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