Gasthaus zum Weißen Kreuz, Graz

Das Gasthaus zum Weißen Kreuz in der Heinrichstraße ist ein Grazer Traditionsgasthaus. Seit der Barockzeit wird dort aufgekocht. In den Sommermonaten sind wir dort öfters einmal zu Gast. Das Lokal selbst ist sehr traditionell eingerichtet, so wie man es von alten Gasthäusern gewohnt ist. Viel Holz, das über die Jahre schon recht dunkel wurde, normale Holzstühle, karierte Tischdecken, gebundene Speisekarten. Auch die Speisen sind dort sehr traditionell – so findet man durchaus auch Gerichte aus Innereien auf der Karte, die man sonst nur mehr selten findet. Geht man durch das Lokal durch und die Stiegen hinauf, befindet man sich in einem wunderschönen ruhigen Gastgarten, in dem man unter alten Bäumen essen kann. Dort gibt es auch noch eine alte “Lehmbudel”, also eine Kegelbahn auf Naturboden, die aber – glaube ich – nicht mehr in Betrieb ist. Zumindest habe ich dort noch niemanden Kegeln gesehen.

Wenn das Wetter mäßig ist, sitzen wir meistens im Stüberl, wo Anton über uns wacht.

Danke an Jennifer, die das Foto von Anton gemacht und mir zur Verfügung gestellt hat.

An dem Abend des Testessens waren wir auch im Stüberl. Mein Freund aß zunächst eine Suppe. Ja, richtig. Leberknödel.

Hier ist der Leberanteil in Ordnung. Die Suppe ist auch g’schmackig und passt gut.

Ich hatte an dem Abend die Berner Würstel.

Ich mag die dort. Sie sind selber gewickelt, immer gut angebraten und es gibt auch genug Pommes dazu. Auch die Sauce ist sehr gut.

Mein Freund aß das Schnitzel:

Wie man sieht, ist die Portion auch reichlich und das Schnitz immer gut. Ich hatte das auch schon öfters.

Zum Bezahlen geht man zur kleinen Theke am Gang. Das fand ich zu Beginn immer etwas seltsam, jetzt habe ich mich schon daran gewöhnt, weil es irgendwie der Treffpunkt des Hauses ist und dort auch immer gerne kreuz und quer getratscht wird.

Ich habe im Weißen Kreuz schon viele Gerichte gegessen und keines davon war schlecht. Die Portionen sind immer groß und alles frisch. Auch das Personal ist sehr nett. “Meine Lieben” ist ein Begriff, den man dort oft zu hören bekommt 🙂

Und weil’s so schön ist, noch ein Foto von den Zapfhähnen, das mir dankenswerterweise von meinem Freund zur Verfügung gestellt wurde – ebenso wie das Beitragsbild:

Fazit: Gutes Essen, gute Portionen und auch traditionelle Gerichte, die man sonst nur mehr selten auf der Karte findet. Dazu noch der Charme des alten Gasthauses, den ich ja sehr gerne mag, und sehr liebe Leute. Passt perfekt. Leider haben sie am Samstag und Sonntag geschlossen.

Meine völlig subjektive Bewertung: 8 von 10 Kegeln

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