Taj Mahal, Graz

Knapp vor dem vermeintlichen Schluss habe ich es ins Taj Mahal geschafft. Dieses sperrt ja eventuell Ende Juni zu. Wenn alles gut geht, wird der Koch es allerdings weiterführen – vorausgesetzt, die Eigentümer des Hauses stimmen der Übernahme zu…

Das Lokal präsentiert sich im Gegensatz zu anderen indischen Restaurants in Graz nobler. Der Tisch ist mit schön gefalteten Stoffservietten aufgedeckt, es steht ein Krug mit Wasser und Gläsern automatisch auf dem Tisch. Als wir dort waren, wurde keine indische Hintergrundmusik gespielt. Ich weiß nicht, ob das Zufall war oder es nie der Fall ist. Ich fand das eigentlich ganz angenehm. Die Chefin und die Kellner waren sehr aufmerksam und kümmerten sich gut um uns.

Kommen wir zum Essen. Mein Freund aß eine Tomatensuppe. Die kam mit einer ordentlichen Schlaghaube. Ich war allerdings wieder einmal zu langsam beim Fotografieren, deswegen ist sie auf dem Foto schon in der Suppe verrührt.

Die Suppe war gut, aber im Gegensatz zur Tomatensuppe vom Ganesha schmeckte sie eher fad. Als Hauptgang hat mein Freund dann ein Butter Chicken bestellt:

Die Portion war reichlich und es war gut.

Ich habe mich für das Non Vegetarian Thali entschieden. Das war eindeutig größer als das vom Ganesha:

Im Schälchen vorne war glaube ich Butter Chicken, wobei ich mir nicht hundertprozentig sicher bin. Das war auf jeden Fall sehr gut. Das Weiße im Schälchen daneben war eine sehr gute Joghurtsauce. Dahinter war etwas, das wie nicht scharfes Lamm Vindaloo geschmeckt hat. War auch gut, mir persönlich aber zu gulaschig. Und im Schälchen links hinten dürfte Beef Taj Mahal gewesen sein – ja, Beef! Das war überraschend, da Rindfleisch ja normalerweise eher nicht auf indischen Speisekarten zu finden ist. Als Beilage waren noch Safranreis und ein Naan dabei. Es war alles sehr gut, aber mir zu viel. Ich musste tatsächlich einiges überlassen – dabei bin ich ansonsten eine große Esserin.

Es hat alles sehr gut geschmeckt, das Naan war mir allerdings eine Spur zu fettig und lag wie ein Stein in meinem Magen.

Auch da finde ich das vom Ganesha besser, da leichter und fluffiger.

Fazit: Viele sagen ja, dass das Taj Mahal das beste indische Restaurant in Graz ist. Das würde ich so jetzt nicht unterschreiben. Alles in allem war das Essen sehr gut, die Portionen schön groß. Ich finde aber, dass der Hathi am Freiheitsplatz und das Ganesha in der Grazbachgasse dem Taj Mahal in nichts nachstehen. Preislich ist das Taj Mahal sicherlich gehobener als die anderen beiden.

Meine völlig subjektive Bewertung: 8 von 10 Gewürznelken

2 Replies to “Taj Mahal, Graz”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.