Dea, Graz

Neulich hatten wir Lust auf griechisches Essen. Jetzt haben wir ja mit der 1 mediterranean Foodbar einen tollen Griechen gleich in der Nähe. Aber uns ist aufgefallen, dass es da noch einen Griechen in der Nähe gibt, das Dea in der Heinrichstraße 139. Wir wollten dort schon lange einmal hin, aber da das Lokal nur montags bis freitags von 10 bis 21 Uhr geöffnet hat, ging sich das bis jetzt nie aus. Aber vor einer Woche haben wir es endlich geschafft.

Das Lokal ist nicht wirklich groß. Als wir eintraten, waren wir die einzigen Gäste. Ein älterer Herr saß an einem Tisch und schaute fern. Wir rätselten einige Zeit, um welche Fernsehsendung es sich handelt, bis ich es schließlich ergooglen konnte: der albanische Songcontest-Vorentscheid. Ich habe mich nur bis zum Schluss gefragt, ob das der aktuelle war oder eine Wiederholung von vor 20 Jahren, da eine klischeebeladene Ballade der nächsten folgte, alle schon etwas älteren Interpretinnen in Glitzerkleider gezwängt waren und alle auch schon ältlichen Interpreten Anzug trugen.

Aber kommen wir wieder zurück zum Lokal. Eine junge, freundliche Dame, die für Bedienung und Küche zuständig war, stand an der Bar.

Wir bekamen sogleich die Speisekarte, die Klassiker der griechischen Küche bietet.

Als Vorspeise hatte ich die gefüllten Weinblätter.

Die kamen ohne großen Schnickschnack auf den Teller. Dazu gab es noch 2 Scheiben Weißbrot. Ich fand die Weinblätter und auch das Tsatsiki gut. Der Fleischanteil in der Füllung der Weinblätter war recht hoch. Das Tsatsiki war nicht zu knoblauchig, aber auch nicht zu wenig – gerade richtig.

Mein Freund hat sich zu den Weinblättern noch ein Knoblauch-Pita bestellt, das auch gut war.

Als Hauptspeise habe ich mich für die Bifteki entschieden. Die schauten ganz anders aus, als ich sie mir erwartete.

Definitiv rustikal und selbstgemacht – so stellt man sich Essen vor, das man zu Mittag bei der Oma bekommt. Und ich meine das nicht negativ. Die Portion war reichlich. Es waren 3 wirklich nicht dünne Laibchen am Teller. Geschmeckt haben sie gut. Ich konnte tatsächlich nicht alles aufessen, aber mein Freund eilte zur Hilfe.

Er hatte das Gyros bestellt.

Auch das war gut.

Mein Fazit: Das Dea bietet rustikale griechische Küche. Nicht mehr, nicht weniger. Die Chefin ist sehr freundlich und hat sich immer wieder erkundigt, ob alles passt. Das Ambiente ist sehr gemütlich. Es fühlt sich an, als wäre man bei lieben Bekannten zu Besuch – auch was das Anrichten der Gerichte betrifft. Und den fernsehschauenden Opa. Gut ist es auf jeden Fall und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt absolut. Die Bifteki kosteten 8,90 Euro, das Gyros 8,90 Euro und die Weinblätter 3,90 Euro. Gibt es bessere Griechen in Graz? Vermutlich. Aber so heimelig habe ich mich bisher bei noch keinem gefühlt.

Meine völlig subjektive Bewertung: seven points, sept points, sieben Punkte

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