Der Raffel, Jennersdorf

Heute gibt es einmal Neues in der Kategorie Schlafen. Eine Hochzeit führte uns ins Burgenland. Die Hochzeit selbst fand in einer wunderschönen Location statt, der Träumerei. Es war wirklich schön dort. Aber ich kann darüber nicht berichten, weil ich mir an diesem Tag frei genommen habe, um umgestört mit dem Paar feiern zu können, ohne alles zu fotografieren und mir Notizen zu machen. Aber so viel sei gesagt: Die Location ist wunderschön und das Essen war wirklich, wirklich gut.

Geschlafen haben wir beim Raffel in Jennersdorf. Der scheint dort eine Institution zu sein, auch als Gasthaus. In dieser Besprechung geht es allerdings ausschließlich ums Hotel, da wir dort , abgesehen vom Frühstück, nichts gegessen haben.

Zu finden ist das Hotel leicht, denn es liegt wirklich in der Mitte von Jennersdorf, direkt an der durch die Stadt (?) führenden Straße. Das macht die Zimmer natürlich auch ein bisserl laut, wenn man lüftet. Aber durch doppelte Fenster mit doppelter Verglasung kann man den Lärm sehr gut aussperren.

Wenn man das Zimmer betritt, steht man zuerst in einem kleinen Vorraum, in dem sich ein Schrank befindet.

Links befindet sich das Badezimmer.

Soweit ist alles da. Was mir gefehlt hat, war das Körbchen mit Duschhaube und Co. Da gab es gar nichts. Dafür war die Dusche sehr geräumig und die Duschtür endlich einmal clever, da sie nach innen aufging und man durch das herunterrinnende Wasser nicht, wie sonst oft, das Bad halb unter Wasser setzt.

Geht man vom Vorraum geradeaus in den nächsten Raum, ist man im eigentlichen Zimmer, das recht groß war. Das Bett hatte eine wirklich angenehme Größe.

Es war auch recht bequem, wenn mir persönlich auch die Matratze etwas zu weich war. Aber trotzdem hab ich herrlich geschlafen. Gegenüber vom Bett gab es den Fernseher und den Schreibtisch. Und einen Ventilator.

Und dann gab es noch eine kleine Wandgarderobe.

Im Zimmer war es extrem warm, was mich wirklich gewundert hat, da der Heizkörper ausgeschalten war. Wir haben zuerst einmal alle Fenster aufgerissen. Das gleiche dann noch einmal, als wir in der Nacht heimkamen und als wir aufstanden wieder. Ich habe keine Ahnung, wo die Hitze im Raum herkam.

Am nächsten Morgen ging es zum Frühstück. Das war, um ehrlich zu sein, nichts besonderes. Am Kaffee-Vollautomaten gab es verschiedene Kaffee-Variationen. Der war auf jeden Fall sehr gut. Der Rest war sehr überschaubar. Es gab zwei Warmhaltedinger, einmal mit Eierspeise, einmal mit Spiegelei. Es gab eine Platte mit verschiedenen Wurstsorten und eine mit Käse. Dann gab es noch ein bisschen Gemüse, einen Teller mit Süßem und einen Tisch mit diversen Cerealien, abgepackten Aufstrichen und Nutella. Und einen Kühlschrank mit Mini-Latella. Der war cool, irgendwie. Alles in allem war das Frühstück solide, aber jetzt nichts besonderes. Als Gebäck gab es eine Sorte Brot und kleine Aufbackweckerl, keine Semmel oder Kornweckerl in normaler Größe. Von den Corona-Maßnahmen her war, wenn man nicht aufmerksam war, fast nichts zu merken. In der Kartause Gaming war das ja doch recht ausgeklügelt, mit eigenem Vorlegebesteck etc. Beim Raffel stand am Eingang zum Frühstücksraum ein Stehtisch mit Desinfektionsmittel und abreißbaren Einweghandschuhen. Ich habe den zuerst gar nicht gesehen und hab mich schon gewundert. Aber nachdem wir ihn entdeckt hatten, sind wir halt, nachdem wir Kaffeemaschine, Zangen etc. angegriffen haben und das Essen zum Tisch gebracht haben, nach jeder Runde noch einmal zurück gegangen, um uns die Hände zu desinfizieren. Ist voll in Ordnung, aber ich glaub, dass das manche Gäste vermutlich nicht gemacht haben. Oder auch gar nicht gesehen haben. Aber ja: Ich weiß auch nicht, wie man die Situation Frühstücksbuffet in Corona-Zeiten wirklich safe gestalten kann. Das ginge vermutlich nur mit serviertem Frühstück. Aber das ist ja auch öd irgendwie.

Fazit: Das Raffel ist sehr zentral in Jennersdorf gelegen. Daher hat man es nicht weit nach Loipersdorf und zu den anderen steirischen Thermen. Laut Homepage ist Das Raffel ein 4-Sterne-Hotel, was mich ein bisschen verwundert, um ehrlich zu sein. Da hätte ich mir zum einen doch ein ausgiebigeres, abwechslungsreicheres und frischeres Frühstücksbuffet mit richtigem Gebäck gewünscht. Zum anderen hätte ich da gerne eben dieses Körbchen im Bad gehabt, in dem es Duschhaube, Wattestäbchen etc. gibt. Aber es kann natürlich sein, dass das aus Corona-Gründen nicht dort war. Trotzdem: Wenn ich das Raffel z. B. mit der St. Martins Therme und Lodge vergleiche, die auch 4 Sterne hat, verstehe ich die Bewertung nicht ganz. Gezahlt haben wir 110,- Euro für das Doppelzimmer, was in Ordnung war.

Meine völlig subjektive Bewertung: 7 von 10 Mini-Latellas

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