Wippel’s Hofbergstubn, Riegersburg

Ein Test unter erschwerten Bedingungen. Die Aufgabe: Verköstige 150 Personen in 1,5 Stunden und lass sie glücklich und gesättigt wieder gehen. So geschehen bei unserem Betriebsausflug, bei dem wir zu Mittag in Wippel’s Hofbergstubn Rast gemacht haben.

Der Saal war schön aufgedeckt. Man sieht von dort traumhaft auf die Riegersburg. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter und blickten auf die herbstlich gefärbten Wälder. Kaum hatten wir Platz genommen, kamen auch schon die Kellnerinnen und Kellner. Damit es schneller geht, hatten sie schon einmal große und kleine Biere dabei. Apfelsaft, Leitungswasser und Wein standen auf dem Tisch.

Als wir bei Wippel’s Hofbergstubn wegen unseres Ausfluges anfragten, wurden uns im Vergleich zu anderen Gaststätten, wo wir angefragt haben, 5 oder 6 verschiedene Hauptspeisenoptionen offeriert, die wir nicht vorher einschränken mussten. Wir mussten nur vorher bekannt geben, wieviele Personen sich für welche Gerichte entschieden haben. Kommen wir gleich zum Essen. Die Suppen waren alle gut, wurde mir berichtet. Ich hatte keine Suppe gewählt. Ich bin ein kleiner Suppenkaspar – ich esse Suppe schon gerne, aber bin danach meistens satt. Deswegen esse ich so selten Suppe. Das nur als Erklärung, falls sich das jemand von Ihnen schon einmal gefragt haben sollte. Serviert wurden die Suppen in alten, kleinen Email-Blech-Kochtöpfen, was entzückend aussah und sehr gut ankam.

Kommen wir zu den Hauptspeisen. Meine Kollegin aß eine der beiden vegetarischen Hauptspeisen, gebratene Polentaschnitten auf Tomaten.

Sah gut aus und war es angeblich auch. Dazu gab es, so wie bei allen anderen Gerichten auch, einen gemischten Salat, der wirklich gut war. Der ist hier auf dem Foto nur schon halb aufgegessen.

Ich hatte mich für den Rindsbraten mit Erdäpfelstrudel und Gemüse entschieden.

Der sieht nicht nur gut aus, der war auch wirklich super. Die Portion war riesig. Die Zwiebel waren richtig knusprig, der Erdäpfelstrudel war ebenfalls köstlich. Die beiden Stücke waren so groß, dass sie als Hauptspeise schon ausgereicht hätten. Aber da waren dann ja noch die 3 Stücke Rindsbraten, die sich unter dem Gemüse und dem Zwiebel versteckt haben. Die waren ebenfalls köstlich. Das Fleisch war sehr zart, dezent gewürzt und die Sauce war auch gut. Ich habe noch bei keinem Busausflug so gut gegessen. Und das Ganze war auch noch schön angerichtet.

Und dann war da noch die Nachspeise. Ich hatte den gemischten Strudelteller.

Ich hatte noch bei keinem Busausflug eine Nachspeise, die so perfekt ausgesehen hat. Und sie war auch super. Ein Stück Apfelstrudel, ein Stück Topfenstrudel, Vanillesauce und Begleitobst. Beide Strudel waren sehr gut und zum Glück waren nicht wirklich viele Rosinen auffindbar. Rosinen sind nämlich für mich überaus verzichtbar. Der Teig des Apfelstrudels war allerdings etwas hart geraten.

Fazit: Test bestanden. Wir haben den Gasthof nach 1,5 Stunden verlassen, waren alle pappsatt und kulinarisch wunschlos glücklich. Es hat ein oder zwei Verzögerungen bei Suppen gegeben, weil der Koch die Portionen vermutlich falsch abgezählt hat, aber das war okay. Der Rest funktionierte fehlerfrei. Das Personal hatte die Meute gut im Griff. Natürlich hatten nicht alle gleichzeitig Essen, aber das geht bei dieser Gruppengröße auch gar nicht. Das Essen war für eine Massenverköstigung überaus hochwertig und gut gemacht. Ich werde Wippel’s Hofbergstubn auf jeden Fall wieder einen Besuch abstatten, wenn ich in der Nähe bin, und dann natürlich hier berichten. Ich bin gespannt, wie das Essen ist, wenn es mehr um Klasse als Masse geht. Bezüglich der Getränke muss ich allerdings sagen, dass ich nie die Gelegenheit hatte, etwas zum Trinken zu bestellen. Ich kann aus gesundheitlichen Gründen keinen Apfelsaft trinken, und um die Mittagszeit ist mir Alkohol einfach noch zu früh. So blieb mir nur Wasser, obwohl ich eigentlich gerne etwas anderes gehabt hätte… So schnell das Personal auch beim Servieren war, so schnell war es dann auch leider wieder weg…

Meine völlig subjektive Bewertung: 7 von 10 Hexen, durchaus mit Tendenz zu 8.

 

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