Das große Holland-Special, Tag 1

Wir waren voriges Wochenende in Holland, um ein Konzert anlässlich des 25-jährigen Bühnenjubiläums einer meiner Lieblingssängerinnen, Anneke van Giersbergen, zu besuchen.

Begonnen hat die Reise am Grazer Flughafen, wo wir ein Mittagessen in der “Kitchen by Fräulein Fröhlich” zu uns nahmen. Wir wurden prompt und sehr freundlich bedient.

Ich bestellte ein Gulasch.

Es schmeckte sehr nach Gulaschbasis. Aber ich mag das. Ja, ich oute mich: Ich bin sogar ein Freund des Dosengulaschs. Ich habe keine Ahnung, warum. Aber ich stehe dazu. Aber abgesehen von dieser meiner kulinarischen Eigenheit muss ich zugeben, dass das Gulasch nur Kantinenqualität hatte. Das Fleisch war gut und reichlich.

Mein Freund hatte das Schnitzel:

Das war jetzt auch nichts besonderes. Auch hier bessere Kantinenqualität, hätte ich gesagt. Mich haben beide Speisen sehr an eine Uni-Mensa erinnert. Alles in allem waren die Speisen okay. Das Essen kam schnell und die Bedienung war sehr nett. Wenn man vorm Abflug noch schnell etwas essen will, kann man Fräulein Fröhlich durchaus einen Besuch abstatten.

Meine völlig subjektive Bewertung dennoch nur 5 von 10 Semmeln, da ich es ja doch in Relation zu meinen bisherigen Besprechungen setzen muss.

In Amsterdam nächtigten wir im Motel One Amsterdam. Das Hotel war etwas außerhalb gelegen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist man aber schnell im Zentrum. Auch vom Flughafen ist man schnell dort.

Der Check-In ging schnell und problemlos von statten. Die Lobby ist, so wie auch beim Motel One Hauptbahnhof in Wien, eher dunkel gehalten, aber gemütlich. Wir bekamen ein kostenloses Upgrade, wie uns beim Empfang gesagt wurde. Schon ging es ab in den 8. Stock.

Das Zimmer war kleiner als in Wien, aber für Amsterdamer Verhältnisse geradezu riesengroß.

Das Bett war super bequem und es gab wirklich ausreichend Polster. Ich habe geschlafen wie ein Baby. Wie man am Foto schon erahnen kann, war unser Zimmer dominiert von raumhohen Fensterfronten.

Das war ungewohnt, aber irgendwie auch cool. Es waren genug Vorhänge da, um alles gut abzudunkeln und Sichtschutz zu gewährleisten. Die Aussicht war ganz okay. Auf der einen Seite war Baustelle, auf der anderen schaute man auf’s Messegelände und andere Hochhäuser.

Das Bad war auch schön.

Die Dusche war schön groß, das Duschgel und die Seife haben wirklich gut gerochen.

Und erwähnt sei noch das wunderschön designte Atrium, das man sah, wenn man aus dem Lift ausstieg.

Alles in allem waren wir mit unserem Aufenthalt dort sehr zufrieden. Beim Motel One weiß man einfach, was man bekommt. Der Check Out war bis 12 Uhr mittags möglich, was sehr fein ist – vor allem, wenn man am Vorabend das Amsterdamer Nachtleben genießt. Frühstück hatten wir keines dabei. Der Preis war in Ordnung. Wir haben 105,- Euro für das Doppelzimmer gezahlt.

Meine völlig subjektive Bewertung: 8 von 10 Pölstern

Am Abend schlenderten wir zu Fuß in das Stadtzentrum. Das dauerte ungefähr 45 Minuten und war recht lustig, weil wir den Teil von Amsterdam noch nicht kannten. Dann überkam uns der Hunger. Und da erinnerten wir uns an ein indisches Restaurant, das vor allem mir vom letzten Amsterdam-Besuch noch bestens in Erinnerung war – das Koh I Noor am Rokin. Und was soll ich sagen: Meine Erinnerung hat mich nicht getäuscht. Auch diesmal war das Essen vom Feinsten.

Freundlich in Empfang genommen wurden wir an unseren Tisch begleitet. Zu Beginn bekamen wir Papadam. Im Gegensatz zu den meisten Indern bei uns wurden dort zwei Saucen dazugereicht.

Eine der Saucen war leicht scharf. Die andere war eine wunderbare Minzsauce, die ich am liebsten ausgelöffelt hätte. Ich liebe sie! Und das, obwohl ich normalerweise Minze gar nicht so mag. Aber die ist einfach eine Sensation und ein Grund, warum ich wieder ins Koh I Noor wollte.

Mein Freund hatte als Vorspeise eine Linsensuppe.

Die war anders als erwartet, aber sehr gut. Ich habe natürlich gekostet. Mich hat sie an eine Erdäpfelsuppe erinnert. Aber an eine sehr gute.

Ich hatte als Hauptspeise das Chicken Tikka Massala, das in der Speisekarte als Spezialität des Hauses bezeichnet wurde.

Mir hat es sehr gut geschmeckt. Die Portion war genau richtig, die Schärfe auch, die Sauce schön cremig und einfach nur mmmmmh. Ich war begeistert.

Mein Freund hatte das Butter Chicken. So wie immer wollte er es scharf haben. Der Kellner meinte sehr höflich, dass das ja aber nicht so gedacht sei, weil die Schärfe die Süße überdecke. Mein Freund meinte, dass ihm das bewusst sei, er es aber trotzdem gerne scharf möchte. Der Wunsch war unserem Ober Befehl und so schärfte die Küche das Butter Chicken leicht.. Kaum hatte mein Freund den ersten Biss genommen, fragte der Kellner nach, ob es wohl scharf genug sei oder ob sie noch nachlegen sollen. Als mein Freund den Wunsch nach noch mehr Schärfe äußerte, wanderte das Gericht noch einmal in die Küch zurück, wo es nachgeschärft wurde. Dann war es für ihn wirklich perfekt. Wir fanden das überaus nett vom Kellner, dass er so besorgt um uns war.

Wie man sehen kann, gab es zu unseren Speisen Reis. Mein Gericht hatte als zusätzliche Beilage auch noch einen Salat dabei. Dann hatten wir noch ein Knoblauch-Naan bestellt, das auch sehr gut war. Es war schön fluffig und gut knoblauchig.

Was soll ich sagen? Ich bin verliebt in das Koh-I-Noor und habe mich schon vor der Reise darauf gefreut, dort wieder essen zu gehen.

Daher ist meine völlig subjektive Bewertung des Koh-I-Noors 9 von 10 geschnitzten Radieschen.

Den Abend ausklingen ließen wir dann in der Rock- und Metalbar The Cave. Auch dort waren wir schon ein- oder zweimal. Wie immer war alles sehr relaxt. Die Musik war gut, die Leute hinter der Bar sehr nett. Als noch wenig los war, waren sie eifrig am Domino spielen, was ich so noch nie gesehen habe. Ich hatte das zum letzten Mal als Kind gespielt, aber nie bemerkt, dass das ein sehr strategisches Spiel ist. War lustig zu beobachten. Später am Abend bekamen wir dann auch noch das Hausgetränk. Wenn ich mich richtig erinnere, war das ein Saurer Apfel mit Wodka. Also so was Ähnliches wie der Apfelstrudel im Tick Tack, nur dass der Apfelstrudel viel besser ist. Es war af jeden Fall ein lustiger Abend. Metalfans kann ich den Besuch von The Cave nur wärmstens empfehlen!

Das war der Tag 1 unserer Holland-Reise. Tag 2, der nächsten Sonntag folgt, führt uns dann nach Eindhoven, wo wir zum ersten Mal waren. Auch dort war’s schön – aber mehr nächste Woche!

 

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