Goldener Fisch, Graz (Liefervariante)

Diesmal hatten wir Lust auf klassisches chinesisches Essen. Nichts, was behauptet, glutamat-frei zu sein, sondern eine richtige Reise in die österreichisch-chinesiche Küche der 80er und 90er.

Wir entschieden uns für das Restaurant Goldener Fisch, bestellt über Lieferando. Der Name klingt schon so klassisch. Und die Speisekarte ist es auch. Da gab es keine großartigen Überraschungen.

Im Gegensatz zu den 80ern gibt es allerdings mittlerweile überall Sushi. Also haben wir einmal eine Runde Lachsmaki bestellt.

Mir haben sie recht gut geschmeckt. In einem Maki war allerdings eine Gräte versteckt. Das hatten wir bis jetzt noch nie. Aber immerhin heißt das wohl, dass der Lachs vom ganzen Fisch kam und im Restaurant filetiert wurde. Hoffentlich…

Als Vorspeise hatte ich ganz klassisch eine pikante Suppe.

Die war gut, hatte aber überraschend viel Tofu drinnen. Ich dachte zuerst, sie sei überhaupt vegetarisch, habe dann aber doch noch ein bisschen Fleisch gefunden. Es war auf jeden Fall eine große Portion. Ich konnte zwei der typischen Suppenschüsserln damit füllen. Ich persönlich hätte mir ein bisschen mehr Fleisch gewünscht.

Als Hauptspeise hatte ich das Gongbao Huhn. Das sollte scharf sein. Davon habe ich nichts gemerkt.

Es war natürlich kein Vergleich zu Essen vom Liu Asia, dessen Essen einfach viel frischer schmeckt, mit wenig bis gar keinem Glutamat. Das Gongbao dort ist wirklch sensationell. Für einen klassischen Chinesen war es ganz okay, aber ich hätte mir trotzdem mehr Geschmack gewünscht. Das hätte genauso gut Hühnerfleisch mit Bambussprossen und Pilzen sein können. Es gab geschmacklich keinen Unterschied. Dazu gab es für mich gebratenen Reis.

Der war etwas farblos, aber geschmacklich in Ordnung.

Mein Freund hatte als Hauptspeise das süß-saure Schweinefleisch mit gebratenen Nudeln.

Wie man sieht war auch das eine große Portion und sie war auch gut. Ganz klassisch halt. Mein Fall ist das ja nicht, weil das mit echtem chinesischen süß-sauer nichts zu tun hat. Aber österreichisch süß-sauer hat es gut getroffen.

Fazit: Beim Goldenen Fisch gibt es typisch österreichisch-chinesische Küche. Sie sticht nicht heraus, war aber auch nicht schlecht. Mir persönlich schmeckt’s z. B. beim Konfuzius oder beim Mandarin besser. Mit dem Liu möchte ich den goldenen Fisch wie gesagt nicht vergleichen, das wäre gemein, da das Liu doch um einiges authentisch chinesischer schmeckt. Angeblich gibt es beim Goldenen Fisch eine zweite Speisekarte, in der authentische Gerichte zu finden sind. Also müssen wir wohl einmal hingehen und vor Ort schauen, ob das stimmt. Preislich ist das Essen wirklich günstig. Die Suppe kostet 2,70 Euro. Das Gongbao Huhn mit gebratenem Reis kostet 12,20. Die Lachsmaki liegen bei 9,50 Euro. Das süß-saure Schweinefleisch kostet mit gebratenen Nudeln als Beilage 12,50. Die Portionen waren wirklich groß. Ich würde nicht mehr dort bestellen, glaube ich. Aber wenn man klassische österreichisch-chinesische Küche mag, ist auch nichts verhaut. Denn das können sie auf jeden Fall.

Meine völlig subjektive Bewertung: 6 von 10 Gräten

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